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Watchlist – Filme mit »Ohhh«-Kulisse

Bergkulisse

Es gibt sie, Filme, die uns vom Alltag entfliehen lassen: Nach Italien, in die Bretagne oder in die unvergesslichen Alpen. Gerade wenn wir nicht unterwegs sind, tun uns diese Filme gut und lindern ein wenig das aufkommende Fernweh. Wir haben uns durch einige Filme gestöbert und ein paar unserer nie alt werdenden Favoriten zusammengestellt.

Sie erzählen die Geschichten von gefühlsgeladenen Jugendlichen und eigenwilligen Rentnern. Dabei wecken die aufgeführten Filme ein lieb gewonnenes Gefühl des Aufbruchs, welches in uns allen steckt. Die Filmkulissen der Szenen wurden sorgfältig gescoutet, um uns direkt ins Schmachten zu bringen. Das bedeutet nicht, dass wir die Handlung weniger gut finden. Nur manchmal neigt man fast dazu, in seine eigenen Tagträume abzuschweifen bei so vielen »Ohhh-Kulissen«. Aber genug erzählt – Wer fühlen will, muss sehen: Hier also die Liste für die Reise in Gedanken.

Norditalien
»Call Me By Your Name«

Norditalien
Dieser Film ist wie Medizin. Nicht von der bitteren Sorte, sondern einfach wohltuend und absolut vitalisierend. Regisseur Luca Guadagnino zieht uns mit seiner Filmkulisse von Sekunde eins in den Bann. Gegen den unausweichlichen Charme von italienischen Provinzen, gepaart mit der Geschichte einer aufkeimenden Sommerromanze sind wir machtlos. »Call Me By Your Name« lässt uns von Italien träumen und macht das Hier und Jetzt etwas leichter. Wir können bei jeder Szene das unvergleichliche Sommergefühl nachempfinden, spüren die schwüle Hitze auf unserer Haut und schmecken die Früchte der Sonne. Hach, Italien! Übrigens wurde eine Fortsetzung des Films mit den beiden Hauptdarstellern offiziell bestätigt.
Für Fans von: Bella Italia und Sommerknutschereien
Call Me By Your Name, Luca Guadagnino, 2017

Schweizer Alpen
»Ewige Jugend«

Schweizer Alpen
Ein am Waldrand gelegenes Sanatorium in den Schweizer Alpen ist nicht nur traumhaft anzuschauen, sondern auch Ausgangspunkt für diese Geschichte. Erzählt wird von Fred Ballinger, einem früher gefeierten Komponisten, und seinen kuriosen Begegnungen in dem renommierten Kurhaus. Wir erleben den Film in eine besondere Stille getaucht, so still, dass sie uns manchmal förmlich entgegenschreit. Ein Gefühl, wie wir es auch mit dem Blick auf die Berge empfinden können. Gewaltig stehen sie da vor uns und sind doch mucksmäuschenstill. Ein bisschen Melancholie schwingt dabei natürlich immer mit – aber auch die nehmen wir gerne in Kauf für diesen einzigartigen Anblick.
Für Fans von: Kuhglocken-Symphonien und Wellness-Oasen
Ewige Jugend (»Youth«), Paolo Sorrentino, 2015

Frauen am Meer
»A Summer’s Tale«

Bretagne
Es ist 1996. Ein Sommer in der Bretagne liegt vor uns, naja, also eigentlich vor dem jungen Mathematiker Gaspard. Der sonst eher schüchterne Hauptcharakter steht in »A Summer’s Tale« vor der Entscheidung zwischen zwei Frauen. Als nach Solène und Léna, auf die er eigentlich wartet um weiter nach Ouessant zu reisen, auch Margot eine immer wichtigere Rolle in seinem Leben spielt, ist das Gefühlschaos für alle Beteiligten vorprogrammiert. Es geht um Liebe, die Bretagne und ganz viele Dialoge, in denen wir uns selbst wiederfinden können.
Für Fans von: Französisch mit Untertiteln und Sand in der Badehose
A Summer’s Tale (»Conte d’été«), Éric Rohmer, 1996

Rapsfeld
»Tschick«

Brandenburg
Aufs Gas drücken und los. »Tschick«, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf, nimmt uns mit auf eine rasante Tour durch den wilden Osten. Was wir aber vor allem sehen, ist die Geschichte von zwei Freunden, oder zwei Jungs, die es zumindest noch werden sollen. »Maik« und »Tschick«, die von der Pubertät getriebenen Hauptdarsteller, machen sich im kurzgeschlossenen Lada von Berlin auf in Richtung Walachei. Dort werden sie zwar nie ankommen, aber dafür ist der Fahrtweg durchaus unterhaltsam und natürlich wichtiger als das eigentliche Ziel. Gedreht wurde der Film in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Für Fans von: Schlafen unter freiem Himmel und Road Trips mit Hindernissen
Tschick, Fatih Akin, 2016

Hallstatt
»Almenrausch und Edelweiß«

Salzkammergut
Ein Heimatfilm freigegeben ab 18 Jahren – Wenn das nicht mal eine empfehlenswerte Rarität ist? Zumindest war das 1957 noch der Fall, im Blockbuster-Jahr 2020 betrachten wir die gezeigten Liebesszenen und Bikini-Modelle mit einem wohlwollenden Schmunzeln. Die Geschichte von »Almenrausch und Edelweiß« ist eine klassische Verwechslungskomödie vor beeindruckender Kulisse. Gedreht wurde das als »Touristenfilm« abgetane Lustspiel unter anderem auf Schloss Ort, in Gmunden und dem weltweit bekannten Hallstatt. Kritik hin oder her, die Bergkulisse lädt zum Träumen ein und bereitet gute Laune.
Für Fans von: Harald Juhnke (in jung) und frischer Bergluft
Almenrausch und Edelweiß, Harald Reinl, 1957


Fotos: Marco Meyer, Tiara Aracma, Claudio Schwarz, Nathan Anderson, Alessandra Marchesi, Dimitri Anikin

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