Italien

Emilia Romagna – Lieblingsorte in Norditalien

Spätestens seit dem zweiten Lockdown läuft bei uns die »Bella Italia«-Playlist wieder in Dauerschleife: Zu groß ist die Sehnsucht nach unserer liebsten Zugstrecke, München – Innsbruck – Italien. Unser Redakteur Max hat sich im Sommer in die »Emilia Romagna« gemacht, um für uns Lieblingsorte abseits des Massentourismus ausfindig zu machen. Die Region in Norditalien besteht schließlich nicht nur aus Bologna oder Rimini und ist gerade mit dem Rad besonders gut zu erkunden. Gegen das Fernweh verlosen wir am Ende noch DIY-Pakete und Aperitivos von »Crodino«, cin cin!

Rimini klang für mich bis vor einigen Wochen noch nach italienischen Badestränden, Urlaub mit den Eltern, Campingplatz-Freundschaften, Schokoeis und ja, vorallem nach Massentourismus. Doch sogar hier am Ursprungsort des deutschen »Dolce Vita« weht langsam ein anderer Wind. Naja, wir wollen mal nicht gleich übertreiben, noch ist es ein laues Lüftchen. Aber der »Wind of Change«, der kommt. Seit 2017 arbeitet die Regionalregierung gemeinsam mit dem Inherit Förderprogramm der EU an einem Konzept zur Etablierung eines nachhaltigen und zukunftsgewandten Tourismus. Weg von völlig überfüllten Badestränden und deutscher Spießbürgerlichkeit auf vier Rädern, hin zu einer auf die Region abgestimmten und ökologisch verträglichen Art des Reisens.

Entstanden ist dabei ein spannender Radweg der sich von Rimini entlang des Flusses Marecchia vorbei an San Marino ins Landesinnere zieht. Von dort geht es dann über den bis zu 2.000 Meter hohen Gebirgszug »Apennin« bis in die Toskana. Wer hier unterwegs ist, sollte nicht nur viel Zeit zum Staunen und Genießen mitbringen, sondern auch das italienische Wörterbuch. Das Landesinnere der Emilia Romagna ist sowas wie der blinde Fleck des Massentourismus. Und so ist zwischen Rimini und Florenz alles so, wie es schon immer war und auch genau deshalb die Reise wert.

Kurztrip nach »San Marino«

Wer in Rimini startet, sollte sich einen kleinen Abstecher in den fünf kleinsten Staat der Welt nicht entgehen lassen. Neben einer atemberaubenden Landschaft gibt es hier jede Menge Weltkulturerbe zu bestaunen. San Marino ist eine der ältesten Republiken der Welt und verfügt sogar über eine eigene Universität. Wer mag, kann bequem per Bus aus Rimini anreisen oder direkt mit dem Fahrrad nach San Marino radeln (Obacht, die Strecke ist steil). Von hier kommt man auch ohne Umwege wieder zurück zum neu erschlossenen Radweg durch die Region »Emilia Romagna«.

Wohlfühl-Spa im Grand Hotel in »Castrocaro«

Für alle, die es ein wenig entspannter mögen, empfehlen wir das Grand Hotel im Thermalort »Castrocaro«, etwa sechzig Kilometer von Bologna entfernt. Neben spannender Architektur aus den 1920er Jahren lockt hier der luxuriöse Spa-Bereich. In der Nebensaison stehen die Chancen gut, dass man in den Abendstunden den ganzen Bereich für sich alleine nutzen kann. Wer dann noch nicht genug hat, gönnt sich einen Drink an der filmreifen Hotelbar. Frisch erholt könnt ihr am nächsten Tag die mehr als tausendjährige Festungsanlage samt Burg erkunden.

E-Bike Tour durch »Emilia Romagna«

Das E-Bike-Fahren hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen, in der »Emilia Romagna« ist das mit den unendlich scheinenden Radwegen nicht anders. Mit Hilfe von geführten Touren via BikeTo, lässt sich die hügelige Landschaft und das große kulinarische Angebot der Region bestens erkunden. Ohne dass man dabei aus dem letzten Loch pfeifen muss. Wer sich doch einmal auspowern möchte, schaltet die Tretunterstützung einfach ab und bewegt sich dann nur noch mit eigener Muskelkraft voran. Eigene Touren lassen sich mit Navigations-Apps wie Komoot planen.

Permakultur-Hof »La Fattoria dell’Autosufficienza«

Ein ganz besonderes Projekt hat Francesco Rosso mit seinem Permakultur Hof La Fattoria dell’Autosufficienza, zu Deutsch »Der Selbstversorgerhof«, ins Leben gerufen. Der ehemalige Softwareingenieur kaufte 2009, am Rande des Dörfchens »Bagno di Romagna«, das völlig heruntergekommene Grundstück und baute es gemeinsam mit Freunden und Wegbegleitern neu auf. Auf den rund 68 Hektar betreibt er heute einen kleinen Hof mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten und einer stilechten Jurte. An ausgewählten Tagen servieren er und sein Team vegetarische Köstlichkeiten direkt von den Feldern ihres Hofes. Ein Ort zum Einkehren und Mitmachen.

Stadtbummel durch »Bagno di Romagna«

Das knapp 6.000 Einwohner große Örtchen »Bagno di Romagna« ist bekannt für seine schwefel- und natronhaltigen Quellen. In zahlreichen Badehäusern kann man sich hier erholen und zur Ruhe kommen. Die Therme Santa Agnese produziert mit dem eigenen Thermalwasser sogar feinsten Fango. In den kleinen Gassen im Zentrum des Ortes trifft sich das örtliche »Who is Who« zu Kaffee und Eis. Wer sich mit lokalen Spezialitäten eindecken möchte, findet alles im kleinen Dorfladen direkt am Marktplatz. Von Bagno di Romagna ist es dann nur noch ein Katzensprung in die Toskana.

Abseits von Bologna und Rimini merkt man schnell, dass eine Infrastruktur nicht über Nacht wächst. Die meisten Hotels in »Emilia Romagna« holen ihre Gäste gerne am nächsten Bahnhof ab. Um euch selbstständig und frei zu bewegen, solltet ihr euch ein Fahrrad vor Ort zu leihen. Die Region gehört zudem zu den Grand Tours im Radsport und ist Teil der Giro d’Italia.


Verlosung für bastelnde Italien-Fans:

Etwa sechs Stunden entfernt von der Region »Emilia Romagna« liegt die Gemeinde Crodo. Diese ist nicht nur bekannt für ihre reichhaltigen Mineralwasserquellen, sondern auch für »CRODINO«, den bittersüßen und alkoholfreien Aperitif in dem unverkennbaren Fläschen. Um euch ein wenig von Lockdown und Fernweh abzulenken, verlosen wir fünf Überraschungspakete mit DIY-Utensilien und Getränken. Schreibt dafür eine Mail bis zum 10.12.2020 mit eurem liebsten Sehnsuchtsort in den Betreff an gewinne@draussen-magazin.com. Mehr DIY-Anregungen findet ihr auf dem Instagram-Account von CRODINO.


Fotos: Martin Holland, Max Ernst Stockburger, Sailko


Cin Cin auf Crodino, die unser Gewinnspiel durch eine Kooperation ermöglicht haben

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