Berlin

Ganzjahresschwimmen – Eisbaden in und um Berlin

Die 365 Tage lange »Ganzjahresschwimmen«-Challenge findet im Winter ihren inoffiziellen Höhepunkt. Vom Eisbaden bis zum Saunieren: Wir stellen euch fünf Orte in Berlin und Brandenburg vor, die für jegliche Wasseraktivitäten zu haben sind. Kuratiert von »Draussen«-Bademeisterin Anna-Lena, die auch ohne Eis am Stiel stets nach Abkühlung sucht.

Puh. Die Wintervariante meines Selbstversuchs »Ganzjahresschwimmen« war ehrlicherweise eine echte Herausforderung für mich. Nach den letzten Schwimmrunden in der Herbstsonne musste ich mich Anfang des Jahres wirklich überwinden, mich wieder nackig zu machen und ins Wasser zu springen. Besser gesagt, ins Wasser zu laufen. Ganz bedacht und mit ordentlich Respekt vor allen, die mittlerweile regelmäßig Eisbaden gehen. Um keinen Rückzieher machen zu können, ging es mit Atemanleitung, Aufwärmübungen und einer ganzen Gruppe ins Strandbad Tegelsee. Neben einer Extraportion Motivation (und Mut), fanden sich vor Ort schnell neue Verbündete. Den besten Tipp, den ich dabei mitgenommen habe: Hände unter die Achseln stecken, die (und die Füße) werden beim Eisbaden nämlich besonders kalt. So habe ich es zumindest bei drei Grad ganze drei Minuten im Wasser ausgehalten. Das Strandbad Tegelsee ist übrigens seine Anreise wert, schließlich ist es schon über 90 Jahre alt und erst seit letztem Jahr wieder in Betrieb. Der in Moabit ansässige Verein Neue Nachbarschaft hat sich dem Bad angenommen und bespielt es seitdem mit Kulturprogramm und vegetarischer Gastronomie. Obendrauf gibt es einen bunten Strauß an Aktivitäten, die so viele Menschen wie möglich integrieren wollen. Was im Winter noch passiert ist, verrate ich euch hier.

»JWD«

Sacrower See
Im Naturschutzgebiet Königswald – und daher mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas abenteuerlich zu erreichen – liegt mein erster Geheimtipp names »Sacrower See«. Habt ihr erst einmal den Weg Richtung Potsdam auf euch genommen, findet ihr zwischen Havel und Groß Glienicker See einen der schönsten Badestellen die ich kenne. Ein kleiner, feiner Sandstrand führt euch direkt ins kalte Nass. Nach kurzer Schwimmeinheit geht es zum Aufwärmen auf einen Spaziergang um den See, mit anschließender Kartoffelsuppe im Ritter Sacrow. Für die kleine Tour ums Wasser zur genannten Badestelle steigt ihr mit dem Wassertaxi am besten in »Sacrow Heilandskirche« aus.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von dK (@d.klasse)

»Quick Dip«

Tegelsee
Diesmal geht es zum »Quick Dip« in den Norden Berlins. An der letzten Haltestation der U6 geht es raus zum Strandbad Tegelsee. Hier könnt ihr nicht nur im Sommer den Strand genießen: Im Winter öffnet das Bad sonntags seine Tore fürs gemeinsame Eisbaden. Bis Ende Februar passiert das dann in der Gruppe mit Anleitung und Lagerfeuer. Zum Aufwärmen hat auch der vegetarische Kiosk geöffnet, an dem ihr euch mit Kaffee und Waffeln eindecken könnt. Wer auf der Suche nach weiteren Tipps und Gruppen zum Eisbaden ist, klickt sich fix zu diesem Artikel von uns.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Strandbad Tegelseeee (@strandbadtegelseeee)

»Gegen Eintritt«

Stadtbad Charlottenburg
An Tagen, an denen die Berliner Gewässer doch einen Ticken zu kalt sind, werfen wir gerne einen Blick auf unsere Hallenbäder. Ein besonders schönes Exemplar ist das »Stadtbad Charlottenburg«. Genauer gesagt, die Alte Halle, die zum Glück seit kurzem wieder zugänglich ist. Hier fühlt man sich, umgeben von Palmen und Wandgemälden, ein bisschen wie in einem antiken Bad der Römerzeit. Weil Berlins älteste Schwimmhalle doch recht klein ist, muss man ganz schön viele Runden drehen, um im Becken auf seine Meter zu kommen. Macht aber nichts, dafür wird man ja auch mit einem wunderbaren Ausblick und mediterranem Urlaubsflair belohnt. Schmacht!

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von D R A U S S E N (@draussen_magazin)

»Auf dem Wasser«

Saunafloß
Saunieren inmitten der Natur? Auf dem Wasser? Das geht mit Saunafloß auf dem Werbellinsee! Von Wald umgeben könnt ihr nach dem Saunagang zur Erfrischung in den kristallklaren See springen. Das Floss bietet insgesamt Platz für sieben Personen. Neben der eigentlichen Sauna gibt es noch einen Vorraum, in dem man sich auch ganz ohne Schwitzen aufhalten kann. Verschiedene Aufgüsse machen das Saunafloß unweit von Berlin zur Wellnesszone. Dank Restaurant am Seeufer und möglicher Essenslieferung mangelt es euch während der mehrstündigen Saunafahrt an Nichts.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Dirk Engelhardt (@saunafloss)

»Nah am Wasser gebaut«

Kleines Schloss Lanke
Gerade wenn es draußen noch etwas diesig ist, entfaltet das »Kleine Schloss Lanke« seinen ganzen Charme. Die spitzen Türme, das knarzende Holz und der wunderbar aufbereitete Fliesenboden lassen ein Gefühl von britischem Landadel aufkommen. Nicht weit von Berlin, etwa fünfzig Kilometer entfernt, ist das Schlösschen im historischen Lenné Park zuhause. Die besondere Airbnb-Unterkunft in der Gemeinde Wandlitz ist gleich von drei Seen umgeben: Hellsee, Obersee und Liepnitzsee. Gut ausgeschilderte Wanderwege erleichtern eure Route ums Wasser und geben genügend Ausblick zum (gedanklichen) Abtauchen. Wer erprobt ist, kann sich mit Locals direkt ans Eisbaden wagen.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Anneka (@annekacaseyaugust)


Foto: Anky Brandt

Kommentare sind geschlossen.