Berlin

Ausgebüchst – Fünf Länderreisen durch Berlin

Frankreich, Japan, Griechenland, Italien: Pünktlich zum langen Wochenende haben wir euch fünf Orte in und um Berlin rausgesucht, die uns an die große weite Welt erinnern. Nur eine Radstrecke oder einen Spaziergang entfernt, können wir uns über japanische Kirschblüten und venezianische Ausblicke freuen. Wer besonders viel Fernweh hat, setzt sich am besten mit einem Stubbi an den Tempelhofer Hafen und träumt von der großen Freiheit, mitten in Berlin.

Wenn wir eines zwischen Lockdown und Reisebeschränkungen gelernt haben, ist es wie wir unsere Fantasie ausreichend füttern. Denn wenn man die Augen ein wenig zukneift, findet man auch in der Nachbarschaft die kleinen und großen Orte, die uns gedanklich über die Stadtgrenzen hinausbringen. So lädt der Wedding zum kitschig-romantischen Picknick unter dem Eiffelturm ein, Rahnsdorf lockt mit italienischem Adriaflair und Köpenick scheint seinen berühmten Hauptmann durch einen Gendarm aus das »Die Schöne und das Biest« ausgetauscht zu haben. Für diese fünf Länderreisen zum langen Pfingstwochenende braucht ihr höchstens ein BVG-Ticket!

»Französisches Viertel«

Der Eiffelturm im Wedding
Ein bisschen kann man es kaum glauben, wenn man auf dem E-Roller die Müllerstraße entlang fährt und plötzlich eine sehr bekannte Turmspitze entdeckt. Am Centre Française de Berlin, dem deutsch-französischen Kulturzentrum, steht ein »Mini-Eiffelturm« mitten im Wedding. Drumherum ist es schön grün, so dass man sich mit Picknickdecke, Rotwein und Chansons aus der Boombox ganz wie in Frankreich fühlen darf. Direkt neben der Pariser Sehenswürdigkeit gibt es einen Platz zum Boule spielen. In den Abendstunden wird der Eiffelturm beleuchtet!

»Tempelhofer Hafen«

Seeluft schnuppern am Ullsteinhaus
Man möchte sich eine steife Kapitänsmütze wie »Freddy Quinn« aufsetzen, wenn man auf den Treppenstufen zum Tempelhofer Hafen sitzt. Zugegeben, große Binnenschiffe von sonstwoher lassen sich hier nicht blicken, dafür kann man sich über vorgegaukelte Seemannsluft und damit passende Abwechslung in der Betonstadt Berlin freuen. Dafür sorgt auch das sehenswerte Ullsteinhaus aus der Zeit des Backsteinexpressionismus. Wer sich ein bisschen wie am Hafen von Piräus fühlen möchte, deckt sich beim Griechen in der Nähe einfach mit lecker Pita und Rotwein ein.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Nhat Tran (@nhatthm)

»Neu-Venedig«

Bootsfahrt durch Rahnsdorf
Unser Geheimtipp zwischen Müggelsee und Dämeritzsee heißt »Neu-Venedig« und lässt uns kurz von der italienischen Adria träumen. Im Südosten Berlin kann man hier eine idyllische Häusersiedlung entdecken, umgeben von Wasser, Seerosen und Schwänen. Wem die Bootsfahrt zu kurzweilig ist, kann mit den Öffis zur großen Müggelseetour aufbrechen und erlebt die BVG auch mal als schwimmende Fähre. Sonnencreme nicht vergessen!

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von tip Berlin (@tipberlin)

»Hufeisensiedlung«

Kirschblütenblühen in Britz
Big in Britz: Wer sich die volle Pracht Kirschblüten geben möchte und dafür nicht gleich nach Japan jetten kann, verirrt sich am besten in die Hufeisensiedlung. Spätestens im April erleucht der gemeine Instagram-Feed in einem pudrigen Rosa, bis er dann von den gelben Rapsfeldern abgelöst werden. Die Hufeisensiedlung, die mittlerweile zum UNESCO-Welterbe zählt, bietet eine Vielzahl an Kirschbäumen – ist aber auch ohne diese einen Besuch wert!

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Awesome Berlin (@awesomeberlin)

»Altstadt Köpenick«

Der Gendarm von Köpenick
Sobald man die Altstadt von Köpenick betritt, immerhin fast eine Stunde Radzeit von Neukölln entfernt, fühlt man sich wie in dem lauschigen Dörfchen von Belle – kurz bevor sie ihr Biest trifft. Die Häuser werden kleiner, die Straßen schmaller und der Asphalt holpriger. Von der S-Bahnstation Spindlersfeld sind es nur ein paar Gehminuten über die Dahme zum alten Schlossplatz. Von dort aus geht man in die Altstadt und verläuft sich mit etwas Glück in den kleinen Gassen.


Foto: Fenna van Casand

Kommentare sind geschlossen.